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Aktuelles zum Symposion

„Geigerles Lotterbett“ von Christoph Frick (06. September 2018)

Beim Kunstsymposion zeigt Christoph Frick seine Fotoarbeit „Geigerles Lotterbett“ auf einer Länge von 8,50 hat er Fotostücke in einen neuen Wahrnehmungsraum gemacht im Schwarzwald über 5 Jahre immer von der gleichen Stelle bei unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten. Er verdichtet 5 Jahre in dieser Ansicht.

Künstlertreff: Christian Bilger (06. September 2018)

Christian Bilger hat sich den Interessierten beim Künstlertreff gestellt. Er lebt in Berlin und hat ein Nebengebäude einer alten Lederfabrik mit Unterstützung des Senats zu einem Werkstatt- und Atelierhaus saniert. Er gehört zu den Mitgründern der Galerie oqbo – raum für bild, wort und ton in Berlin 2008, die einen Projektraum anderen Künstlern und den 6 Mitglieder zur Verfügung stellen. Er will mit Materialien aus dem Bereich des Handwerks und durch Motoren dynamische Gebilde, die Bewegung in verschiedener Weise erlebbar machen und dabei auch zwangsläufig Geräusche erzeugen, „Bewegung ist Leben und die Ohren schauen mit“ .   Er erläuterte dies an seinen 2 Arbeiten für Süßen. Mit dem Werk „ Die Angst des Ingenieurs vor Totpunkt“ . kehrt in dieser kinetischen Arbeit Wolle auf das Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei Stahl in einem Kunstobjekt zurück. Viele Meter Wollwürste gefüllt mit einem Drahtkern, knäuelartig verflochten und an Fäden an einer beweglichen Holzscheibe hängend (Exzenter genannt in der Mechanik). Ein Motor dreht die Holzscheibe langsam aufwärts, das zieht die umgelenkten Fäden nach oben und somit auch das Knäuel. Im höchsten Punkt löst sich alles Gewicht, das Knäuel sackt nach unten und schwingt vielfältig nach, es entsteht ein bewegliches Strukturgemälde und ein Geräusch, dann beginnt alles von vorn.   „Solche Kunstwerke sind nicht zum an die Wand hängen“, so Bilger auf die Frage, ob sich dies veräußern lasse. Er verdient seinen Lebensunterhalt vor allem mit Kunst & Technik – Projekten im Rahmen des Symposiums „Aktuelle Wege“ mit Kindern beim Bau einer Tageslichtmischmaschine, seit 2009 zusammen mit der Künstlerin Julia Ziegler, die von Donnerstag bis Samstag eine Tageslichtmischmaschine angehen möchten. Ihr Arbeitsplatz ist das Kinderhaus in den Stiegelwiesen.
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Künstlertreff: Karin Sander mit Werner Meyer (05. September 2018)

Die Künstlerin Karin Sander stellt sich mit einem 3-D-Bodyscan im Maßstab 1:5 von sich selbst in die Ausstellung ihrer früheren Kommilitonen und von Prof. Brodwolf in Süßen in der neuen Kulturhalle. Anlass zu einem Künstlertreff mit ihr in „An- und Abwesenheit“, wie der Kurator Martin Bauch sagte. Er hat Werner Meyer, Direktor der Kunsthalle Göppingen , gebeten über Konzeptkunst und vor allem die Zusammenarbeit mit der international renommierten Künstlerin Karin Sander zu berichten.   Schon 1998 hatte Karin Sander zur „kleinplastik triennale Fellbach“ das erste dreidimensionale Porträt der lebenden Person Werner Meyer, einer gescannten und wie im Modellbau aufgebauten Kleinplastik, präsentiert. Er hat diese Kleinplastik von Karin Sander auch mitgebracht. Da Werner Meyer Kurator der damaligen Ausstellung war, führte das zu interessanten Diskussionen in der Kunstwelt. Karin Sander gab damit auch eine bildhauerische Antwort auf die damaligen großformatigen Porträtfotografien der Becher-Schule der Akademie in Düsseldorf. Die weitere Entwicklung, die Zusammenarbeit mit Firmen noch vor dem 3D-Druck zeigen das Vorgehen der international renommierten Konzeptkünstlerin Karin Sander. Werner Meyer verdeutlichte Konzeptkunst an weiteren Beispielen, wie an der Arbeit im MoMa in New York oder in der Staatsgalerie Stuttgart . In der Ausstellung zeigte er anhand der Arbeit von Gerold Miller wie Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen verfolgen und sie dann durch die Zusammenarbeit mit Dritten als Spezialisten, also mit Fachleuten aus Firmen realisieren. Dabei ist nicht mehr entscheidend, dass sie selbst keine Hand mehr anlegen, es geht um die Realisierung der Ideen und Konzepte .   Die bis Dienstagabend schon 4 Künstlertreffs haben großen Zulauf, sie zeigen, dass das Konzept des Symposions aufgeht. Marc Kersting als 1. Vorsitzender des Kunstvereins in Süßen formulierte bei der Eröffnung: „ Wir wollen den Interessierten einen zweiten und dritten Blick auf die Person der Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeit zu ermöglichen“. Auch die Filme und Videos werden dazu gerne angenommen. Das Konzept des Symposions scheint aufzugehen .
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"Kleben zum Sehen" (05. September 2018)

Begegnungsabend bei der Firma Strassacker (04. September 2018)

  Geschäftsführerin Edith Strassacker konnte am Freitagabend 17 der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler des Süßener Symposions zu einem Begegnungsabend in der Firma Strassacker begrüßen. BM Kersting, aktive Mitglieder des Kunstvereins und Damen und Herren Gemeinderäten als Ausrichter des Symposions waren eingeladen. Mit dabei war auch Werner Meyer von der Kunsthalle Göppingen.   Die Firma gehörte immer zu den Unterstützern der Dorfsymposien, dieses Jahr nicht mit Arbeitsmöglichkeiten in der Firma wie in den 80 er-Jahren sondern mit der Ausrichtung der Künstlerbegegnung, so Edith Strassacker. Die Gäste aus ganz Deutschland konnten sich nach der Anreise stärken, um dann, moderiert von Martin Bauch, sich gemeinsam und ganz individuell persönlich an die früheren Dorfsymposien zu erinnern. Ganz großes Interesse fand im Anschluss auch die Führung durch Markus Nehr und Peter Mühlhäuser, die im Hause Strassacker für den Bereich Kunstguss verantwortlich sind, durch Atelier und Werkstätten. Modernste Fertigung wie auch Einsatz von Scannern und 3-D-Druck, besondere geschützte Patinierverfahren der Firma Strassacker und die Abteilung der Ziseleure führten zu intensiven Rückfragen und Fachgesprächen zwischen Künstlerinnen und Künstlern mit den Fachleuten der Firma.   Für den Kunstverein Süßen hat dieses Jahr die Begegnung eine besondere Bedeutung, da die Künstler nicht aus den gleichen Akademien zusammenkommen und sich damit nicht automatisch als Studierende schon kennengelernt hatten. Sie waren zu den Dorfsymposien der 80er – Jahre entweder von der Stattlichen Akademie Karlsruhe, so die Bildhauerklasse von Prof. Hajek 1983, oder von Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, so die Bildhauerklassen von Prof. Brodwolf 1985 und 1987, nach Süßen gekommen. Edith Strassacker betonte, dass Begegnung mit Künstlern zum Alltag in der Firma gehört, sie freue sich ganz persönlich weitere Künstlerpersönlichkeiten kennen zu lernen.   Großen Dank für diesen gelungenen Auftakt sprach Bürgermeister Marc Kersting Edith Strassacker aus. Die Künstlerinnen und Künstler beauftragten ihn beim Empfang am Sonntag im Rathaus nochmals ausdrücklich mit Dank für Frau Strassacker. Der Begegnungsabend war ein gelungener informeller Auftakt mit teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern und aktiven Unterstützern für das Symposion „Aktuelle Wege“ 2018.
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Stuttgarter Zeitung vom 03.09.2018 (03. September 2018)

Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 31.08.2018 (03. September 2018)

Im Gespräch (13. August 2018)

Alexander Starke, Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt im Gespräch mit Marc Kersting, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur und Bürgermeister der Stadt Süßen, und Martin Bauch, Initiator und Organisator für den Kunstverein zum Kunstsymposion 2018.   Alexander Starke : Was steht im Vordergrund dieses Symposions in Süßen ab 1. September?   Martin Bauch : Werner Meyer der Leiter der Kunsthalle Göppingen überschrieb 1987 einen Beitrag im Katalog zum 3. Dorfsymposion mit „Der Dialog könnte beginnen…“ Damals wurde deutlich, dass sich doch viele Passanten schwer tun damit, dass Studierende der Akademie der bildenden Künste Stuttgart sich mit vielfältigen und nicht nur schnell verstehbaren Ausdrucksformen präsentiert hatten. Kritische Anfragen wurden gestellt, andere fanden es toll, dass in einem doch relativ kleinen Ort Raum für solche Experimente gegeben wurde. Der damalige Kulturredakteur der NWZ Heinrich Domes gehörte zu den Befürwortern und lobte diese Annäherung an künstlerisches Schaffen in Süßen. Nun soll es wieder um Herausforderungen an unser Sehen, Erleben, an unser Denken über die Bedeutung von Kunst und Kultur gehen bei der Ausstellung „Aktuelle Wege“ im Rahmen des Symposions 2018. Es geht um Einladung zum Dialog und für manche um Wiederbegegnung mit Kunstschaffenden, die sie vor über 30 Jahren als Studierende kennenlernen konnten.   Alexander Starke : Was ist neu bei diesem Symposion?   Marc Kersting: Dieses Mal wird nicht der Schaffensprozess unmittelbar vor Ort wie bei den Dorfsymposien der 1980er-Jahre erlebt werden können. Dafür werden andere Angebote gemacht: Jede Künstlerin bzw. jeder Künstler stellt uns beispielhaft für deren Schaffen eine Arbeit für die Ausstellung zur Verfügung als Anstoß zum Nachspüren.Tägliche Künstlertreffs um 18.00 Uhr, bei denen Künstler sich vorstellen und sich den Fragen stellen. Eine Auswahl an Katalogen steht bereit, um Interessierten einen weiteren Einblick zu bieten. Videos und Filme können über die Arbeitsweise und Arbeiten einzelner Künstlerinnen und Künstler weiter Auskunft und Einblick geben. Neu ist auch, dass viel mehr Mitglieder und Interessierte mithelfen werden und mithelfen müssen, wenn dies gelingen soll. Derzeit ist im Rathaus ist beispielsweise zu sehen, wie sich das Mitglied Andreas Weidmann, Fotograf aus Süßen, mit den damaligen Arbeiten auseinandergesetzt hat und großflächige Collagen für zwei Litfaßsäulen geschaffen hat. Erinnerung soll Anstoß für einen Besuch geben.   Alexander Starke : Ich gehöre der jüngeren Generation an, gibt es auch etwas für mich als jungen Erwachsenen?   Marc Kersting : Wir bieten zum Beispiel auf unserer Hompage „kunstsymposion.suessen.de“ ein dreidimensionales PDF-Dokument über ein Kunstwerk von Ekkehart Panek an. Haben Sie schon einmal eine Skulptur in einer PDF gedreht und gewendet? Wohl kaum, Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit Internet, neuen Medien, so wird auch eine Videoarbeit von Martin Conrath und Marion Kreißler dabei sein, in Filmen wird deutlich, wie weißes Licht als bildhauerisches Element ein neues Sehen erlaubt. Letzteres haben wir Kunstvereinsmitglieder im Juni bei einem Besuch des Münsterscannings des Künstlers Joachim Fleischer in Ulm bei Nacht faszinierend erleben dürfen.   Alexander Starke : Hat Kunst heute eine besondere Bedeutung?   Martin Bauch: Unsere Einladung zum Dialog kann uns helfen. Die Auseinandersetzung mit vielfältigen künstlerischen Aussagen kann uns nur helfen bei dem schnellen Wandel unserer Gesellschaft und unserer Sprachlosigkeit bei modernen Phänomenen. Unsere Welt wird beherrscht von Bildern und der Aufforderung zu Konsum und individueller Selbstverwirklichung. Gerade mit den vielen Kunstwerken, die ein weites Spektrum von Kunst erkennen lassen wird jeder, der sich dafür Antennen bewahrt hat, Ansätze zum Verstehen und zum zweiten Blick auf abstrakte, figürliche oder gesellschaftliche Phänomene finden. Mich fasziniert, dass sich heute Künstlerinnen und Künstler sich immer weniger auf einzelne Ausdrucksgattungen wie „Skulptur“, „Performance“ „Installation“ usw. festlegen lassen. Sie arbeiten vielfältig. Sie loten aus, wie sie ihre Empfindungen, Vorstellungen, Denken und Konzepte am besten ausdrücken können und entscheiden sich dann für eine Ausdrucksform. Zeichnung, Malerei, Siebdruck gehören auch für die dazu, die Skulpturen schaffen aus Holz, Stahl oder Metall. Design und Möbelkonstruktion, Performance, Installation werden je nach Konzept und Idee gleichberechtigt gewählt. Der Umgang mit Farben und Formen, mit Worten und deren Umsetzung, mit Kräften im Material wie Stahl, mit Gewalt und Krieg, mit Zeichen, mit Licht und Bewegung, figürlicher und abstrakter künstlerischer Aussage werden uns begegnen.   Alexander Starke : Vielen Dank für den Impuls.  
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Erinnerung und Ausblick (26. Juli 2018)

  Auf zwei Litfaßsäulen im Rathaus werden die Arbeiten der Künstler/innen des Symposions 2018 präsentiert, die sie bei den Dorfsymposien 1983,1985 und 1987 als Studierende der Bildhauerklassen von Prof. Otto Herbert Hajek und Prof. Jürgen Brodwolf in Süßen erarbeiteten.   Der Süßener Fotograf Andreas Weidmann hat dazu Collagen mit Bildern und Presseberichten gestaltet. Auch die Plakate der Dorfsymposien und einige weitere Bilder, wie die Kataloge und Asphaltbücher von Prof. Brodwolf von 1987, werden gezeigt. Im Rahmen der Veranstaltungen zur Einweihung der neuen Kulturhalle haben der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur und die Stadt Süßen.de die früheren Studierenden zu einem weiteren Symposion nach über 30 Jahren eingeladen, um deren künstlerischen Weg seit Süßen weiter zu verfolgen.   Je eine Arbeit stellen Sie für das Symposion zur Verfügung unter dem Titel „Aktuelle Wege“. 22 Zusagen sind eingegangen, ein überwältigender Zuspruch wie der Vorsitzende des Kunstvereins Marc Kersting betont. Als Kurator für die Ausstellung hat Martin Bauch die Vorbereitung für den Verein koordiniert. Er hat zusammen mit seiner Frau fast alle Künstlerinnen und Künstler weit verteilt in Deutschland im letzten Jahr besucht und die Absprachen getroffen.   Es ist wie in den 80er Jahren ein Experiment zur Auseinandersetzung mit moderner Kunst in der Provinz. Künstlertreffs, Filme und Videos von einzelnen Künstlern und auch eine Auswahl an Katalogen sollen ein Nachspüren und Gespräch über die Arbeit der Künstler anregen, dazu dienen Symposien. Nach der Ausstellung wird ein Katalog herausgegeben, in dem sich die Künstler mit weiteren Arbeiten vorstellen.
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