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Mitglieder des Kunstvereins Süßen beim Münsterscanning von Joachim Fleischer in Ulm

Der Lichtkünstler Joachim Fleischer aus Stuttgart, der auch zu den ehemaligen Studierenden der Klasse Brodwolf von 1985 und 1987 gehörte, wird bei der Ausstellung Aktuelle Wege dabei sein. Er gewann den Wettbewerb für eine künstlerische Arbeit zum 125-jährigen Münsterturmjubiläum 2015. Er hat den Kunstverein Süßen zu einer Sonderbesichtigung eingeladen. Eine Arbeit, die nur erlebt werden kann, wenn es dunkel ist. So mussten die Süßener 500 Stufen ohne Licht mit Taschenlampen oder Handylicht aufsteigen in die Türmerstube des Münsterturmes. Dort wurden sie von Joachim Fleischer und dem Turmwärter informiert. Dann ging es in die Halle des Turmoktogons und in den Turmhelm also unterhalb der letzten Treppenspindel zur Aufsichtsplattform. 

Foto: Martin Bauch

Foto: Martin Bauch

Foto: Martin Bauch

Foto: Martin Bauch

Bewegliche LED-Leuchten tasten Turmoktogon und Turmhelm des Münsters abends nach Sonnenuntergang von innen nach außen ab. Licht und Schatten lassen erleben, wie fast verzögert und langsam Veränderung entsteht. In der langsamen Bewegung des Lichtes wird die Schönheit des gotischen Maßwerkes des Turmhelmes besonders eindrucksvoll. Die Zeit des Durchlaufes kann vor allem bei einer Führung ihm Turm besonders eindrucksvoll erlebt werden: Bewegung – Licht – Raum - Zeit, eben keine schnelle, effektvolle und farbige Lichtreklame wie wenige Schritte weiter vom Münster in der Stadt. Respektvolle und einfühlsame Wahrnehmung dieses einzigartigen Bauwerkes wurde uns geradezu aufgezwungen. Gestaunt haben wir, dass für dieses Projekt viel hochtechnisches Equipment im Umfeld der dafür entwickelten beweglichen Lichtquellen zusammen mit Fachleuten von ihm entwickelt werden musste. Blitzschlagsicherung, Wasserkühlung usw. sind hoch anspruchsvolle zu lösende Aufgaben gewesen. Joachim Fleischer arbeitet nur mit weißem Licht in allen seinen Schattierungen. Er testet weißes Licht aus, er „füllt und entleert“ Räume mit und von Licht. Mit animierten Lichtquellen tastet er Objekte ab und entwickelt Projektionen, die den Betrachter irritieren, weil ihre Entstehung schwer nachvollziehbar ist. Licht wird zum bildhauerischen Element.