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Künstlertreff: Karin Sander mit Werner Meyer

Über Konzeptkunst und die Zusammenarbeit mit Karin Sander

Foto: Alexander Schmid

Die Künstlerin Karin Sander stellt sich mit einem 3-D-Bodyscan im Maßstab 1:5 von sich selbst in die Ausstellung ihrer früheren Kommilitonen und von Prof. Brodwolf in Süßen in der neuen Kulturhalle. Anlass zu einem Künstlertreff mit ihr in „An- und Abwesenheit“, wie der Kurator Martin Bauch sagte. Er hat Werner Meyer, Direktor der Kunsthalle Göppingen, gebeten über Konzeptkunst und vor allem die Zusammenarbeit mit der international renommierten Künstlerin Karin Sander zu berichten.
 
Schon 1998 hatte Karin Sander zur „kleinplastik triennale Fellbach“ das erste dreidimensionale Porträt der lebenden Person Werner Meyer, einer gescannten und wie im Modellbau aufgebauten Kleinplastik, präsentiert. Er hat diese Kleinplastik von Karin Sander auch mitgebracht. Da Werner Meyer Kurator der damaligen Ausstellung war, führte das zu interessanten Diskussionen in der Kunstwelt. Karin Sander gab damit auch eine bildhauerische Antwort auf die damaligen großformatigen Porträtfotografien der Becher-Schule der Akademie in Düsseldorf. Die weitere Entwicklung, die Zusammenarbeit mit Firmen noch vor dem 3D-Druck zeigen das Vorgehen der international renommierten Konzeptkünstlerin Karin Sander. Werner Meyer verdeutlichte Konzeptkunst an weiteren Beispielen, wie an der Arbeit im MoMa in New York oder in der Staatsgalerie Stuttgart. In der Ausstellung zeigte er anhand der Arbeit von Gerold Miller wie Künstlerinnen und Künstler ihre Ideen verfolgen und sie dann durch die Zusammenarbeit mit Dritten als Spezialisten, also mit Fachleuten aus Firmen realisieren. Dabei ist nicht mehr entscheidend, dass sie selbst keine Hand mehr anlegen, es geht um die Realisierung der Ideen und Konzepte.
 
Die bis Dienstagabend schon 4 Künstlertreffs haben großen Zulauf, sie zeigen, dass das Konzept des Symposions aufgeht. Marc Kersting als 1. Vorsitzender des Kunstvereins in Süßen formulierte bei der Eröffnung: „ Wir wollen den Interessierten einen zweiten und dritten Blick auf die Person der Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeit zu ermöglichen“. Auch die Filme und Videos werden dazu gerne angenommen. Das Konzept des Symposions scheint aufzugehen.

Foto: Alexander Schmid
(Erstellt am 05. September 2018)